Die vierte rheinland-pfälzische Landesgartenschau findet vom 17. April bis 19. Oktober 2014 auf dem Gelände der ehemaligen Estienne et Foch Kaserne statt.
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Rund 28 Hektar groß ist das Konversionsgelände zwischen Cornichonstraße und Ebenberg, auf dem die Landesgartenschau stattfinden wird. Herzstück des neu geplanten Wohnquartiers und der Gartenschau ist der Quartierspark, der in Verlängerung zur Friedrich-Ebert-Straße auf einer Breite von 100 Metern bis zum Gleisbogen reichen soll. Hier werden Stauden, ein Wassergarten und großzügige Wechselflorflächen den Besucher empfangen.
Die Entwicklung zum neuen Stadtteil wird mit Musterhäusern und Mustergärten den Besuchern erlebbar dargestellt. Die Region und die Partnerstädte haben die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Denkmäler bilden den Rahmen für Hallenschauen und gastronomische Angebote. Über drei Fußgängerbrücken gelangen die Besucher Richtung Ebenberg und zum Gewerbepark „Am Messegelände“. Südlich des Gleisbogens werden Kleingärten angelegt und ein großer Spiel- und Sportbereich entstehen. Ein Aussichtsturm soll den Blick über das Ausstellungsgelände, den Ebenberg und die Stadt bis zum Haardtrand ermöglichen. Nach der Gartenschau geht die Entwicklung im Kasernenareal ganz im Sinne der Nachhaltigkeit weiter: der „Wohnpark am Ebenberg“ mit Büronutzungen und Versorgungseinrichtungen entsteht um den angelegten Quartierspark. Er wird gemeinsam mit den Spiel-, Sport- und Freizeitangeboten am Ebenberg lange an die Landesgartenschau erinnern.
Der Wettbewerb zur Landesgartenschau war am 15. Oktober 2010 europaweit ausgelobt worden und ist auf große Resonanz bei in- und ausländischen Landschaftsarchitektur-Büros gestoßen. 29 Einsendungen sind letztendlich zum Wettbewerb eingegangen. Am 04. und 05. Februar 2011 hat das Preisgericht, das sich aus renommierten Fachpreisrichtern aus ganz Deutschland und Sachpreisrichtern der Stadt Landau und der Projektgesellschaft Landesgartenschau Rheinland Pfalz zusammensetzte, die Pläne gewertet und fünf Preise und drei Anerkennungen vergeben.
Der Wettbewerb, den die Landschaftsarchitekten in Zusammenarbeit mit Architekten und Stadtplanern bearbeiten konnten, verlangte eine separate Planung für die Gartenschau im Jahr 2014 und eine für die Daueranlagen im Anschluss an die Ausstellung. Während für die Gartenschau die Ausstellungsthemen und die anderen im Jahr 2014 benötigten Einrichtungen im Vordergrund stehen, zeigt der Entwurf der Daueranlage die Gestaltung aller öffentlichen Grün-, Sport- und Naherholungsflächen.
Bei den Planungen zur Landesgartenschau gilt es grundsätzlich zu unterscheiden zwischen:
Beide Pläne finden Sie auf der rechten Seite im PDF-Format.
Der Vorentwurf für den Aussichtsturm, der den Besuchern der Landesgartenschau 2014 besondere Ausblicke gewähren soll, ist vom Planungsbüro Swillus Architekten überarbeitet worden. Die Stahlkonstruktion des rund 21 m hohen Bauwerks wird von einem Metallgeflecht umgeben, das deutlich transparenter und filigraner wirkt als die ursprüngliche Variante aus Stein. An den Treppenaufgängen sorgen Sichtfenster für einen freien Blick ins Gelände. Der Turm ist leicht in Richtung Ebenberg geneigt und greift in seiner Form die tektonische Bruchstruktur des Rheingrabens auf, die bereits auf den Rasenflächen im Quartierspark dargestellt wird.
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Bingen am Rhein ist das jüngste Beispiel einer erfolgreichen Umsetzung der Landesgartenschau. Besonders beeindruckend ist, wie in Bingen am Rhein das Rheinufer, entlang der 2,8 km langen Stadtansicht, für Bürger und Touristen hochattraktiv gestaltet wurde.
Auf dem landschaftlich reizvollen Petrisberg wurde ein militärisches Sperrgebiet in einen neuen Stadtteil umgestaltet. Der besondere Reiz bestand darin, ein neues urbanes Nutzungskonzept sozusagen im Niemandsland zu realisieren.